A-Z für Backpacker

Ausrüstung

Wir haben direkt in Auckland noch verschiedenste Ausrüstung kaufen müssen. Dabei sind wir auf folgende Läden gestoßen.
Für Outdoor- und Campingequipment:
macpac, Kathmandu (Kundenkarte bringt hohe Rabatte), bivouac, Living Simply
SIM-Karten und Technik: dick smith
Haushaltswaren (Klopapier bis Wäscheleine): The Warehouse

Autokauf, Unterhalt und Versicherung

Da wir länger als 3 Monate für Neuseeland geplant haben, war für uns wegen der geringeren Kosten klar, dass wir ein Auto kaufen statt eines zu mieten. Dabei haben wir uns bei der Vorbereitung sehr auf Carmen und Doro verlassen. Das sind zwei deutsche Frauen, die jeweils in Neuseeland Autos an Backpacker verkaufen und auch wieder zurück kaufen. Als wir Mitte November in Neuseeland angekommen sind, waren allerdings bei Beiden alle Autos bereits vergeben.
Also haben wir uns selbst auf die Suche gemacht und vor allem Anschlagtafeln im Supermarkt sowie die Internetplattform Trade Me genutzt. Das Schwierige dabei war, dass zu diesem Zeitpunkt (November) die Nachfrage höher als das Angebot war. Viele vermeintliche Verkäufer haben auf unsere Anfrage nicht geantwortet (das ist bei Trade Me leider so üblich) und somit hatten wir keine große Auswahl. Schließlich wurden wir doch fündig und kauften bei einer sehr netten neuseeländischen Familie einen Honda CR-V, den wir dann selbst umbauten. Das war keine große Aktion und sollte für jeden, der mit Werkzeug umgehen kann, eine Option sein.
Während unserer Reise etablierte sich kiwiquest als gute Adresse für den Autokauf sowie der „Starthilfe“ für Backpacker in Neuseeland.

Autokauf

Der Kauf eines Autos und die notwendige Registrierung sind in Neuseeland einfacher als in Deutschland. Die Post, der VTNZ (wie die Dekra) oder der AA (Automobilclub) haben die entsprechenden Formulare und nehmen sie entgegen. Zur Ummeldung eines KFZ müssen die Formulare „notice of acquisition of motor vehicle“ (MR13B) und „Sold/disposed of your vehicle?“ (MR13A) ausgefüllt werden. Dazu sind neben den Adressen von Käufer und Verkäufer die Fahrgestellnummer und das Kennzeichen des Wagens sowie Marke und Modell notwendig.
Die „notice of acquisition“ wird vom Käufer ausgefüllt und am Schalter abgegeben. Es wird der Pass oder Ausweis verlangt und kostet den Käufer 9NZD Bearbeitungsgebühr. Die Daten werden sofort in die Datenbank eingegeben und schon ist der Wagen umgeschrieben. Etwas später wird dann per Post das „Certificate of registration“ an den Käufer zugestellt, das den Vorgang bestätigt.
Der Verkäufer schickt das andere Formular „Sold/disposed of your vehicle?“ entweder per Post an die NZ Transport Agency (portofrei innerhalb Neuseelands) oder meldet das Auto per Internetformular um. Wir konnten das im Internet nicht machen, da eine neuseeländische Führerscheinnummer benötigt wurde.

Unterhalt

Besitzt man in Neuseeland ein Auto sind zwei Dinge essentiell: Die Registrierung (ähnlich der KFZ-Steuer) und die Warrant of Fitness (wie der TÜV). Bei Dieselfahrzeugen kommt eine Road User Charge hinzu.
Die Plakette mit dem Ablaufdatum der Registrierung befindet sich bei jedem Fahrzeug in der linken unteren Ecke der Windschutzscheibe. Bis zu diesem Datum muss die Registrierung verlängert werden. Dazu liegt in Post, VTNZ und AA das Formular „Application to license motor vehicle“ (MR1B) aus. Auf diesem wird Marke, Modell, Kennzeichen (registration plate) und Adresse eingetragen sowie die gewünschte Länge der Registrierung angegeben (3/6/12 Monate oder spezifisch zwischen 3 und 12 Monaten möglich). Mit dem Formular geht man an den Schalter und bezahlt die fällige Gebühr. Die neue Plakette wird daraufhin sofort ausgedruckt und kann am Auto angebracht werden. Für unseren Honda, Baujahr 1998 mit 2l Hubraum, waren es 147,58NZD für sechs Monate.
Die Warrant of Fitness/WOF ähnelt einer Hauptuntersuchung beim TÜV. Für Autos die vor 2000 gebaut wurden ist die WOF nur noch 6 Monate gültig, bei neueren Autos sind es 12 Monate. Die Gültigkeit steht auf dem Sticker in der rechten oberen Ecke der Windschutzscheibe. Dabei ist das genaue Datum entscheidend. Bis zu diesem Tag hat man die Erlaubnis das Fahrzeug zu fahren. Es sollte also vorher die Untersuchung gemacht werden, um bei einer eventuell notwendigen Wiedervorstellung genug Zeit zu haben die Reparaturen durchzuführen. Die WOF nimmt so gut wie jede Werkstatt ab, der VTNZ und der AA haben dafür spezielle „Testing Stations“. Der Preis ist unterschiedlich und beginnt bei 29NZD in einigen Werkstätten bis zu 54NZD beim VTNZ (auf der Rückseite der Kassenzettel von Supermärkten befinden sich oft 5NZD Gutscheine für eine WOF beim VTNZ). Wir waren beim VTNZ auf den sich die weiteren Informationen beziehen. Die erste Wiedervorstellung ist hier innerhalb von 28 Tagen gratis und kann bei jedem VTNZ durchgeführt werden. Wir stellten unsere Brunni vor der Halle ab und gingen sie anmelden. Der Prüfer nahm sich des Wagens an und machte uns gleich auf den niedrigen Ölstand aufmerksam. Als er fertig war mit der Überprüfung zeigte er uns die defekten Glühlampen, die wir gleich im Hof tauschen konnten. Ein anderer Prüfer half uns dabei. Wir zeigten nun die funktionierenden Lampen und er gab uns einen neuen Sticker.

Versicherung

Es empfiehlt sich auch in Neuseeland eine Versicherung abzuschließen. Eine Haftpflichtversicherung ist zwar nicht Vorschrift, bei Linksverkehr und schmalen engen Straßen aber eine gute Investition. Wir haben die 3rd-Party-Versicherung inklusive Absicherung gegen Diebstahl und Feuer gleich bei der Westpac abgeschlossen. Das ging schnell und unkompliziert und kostete 26NZD pro Monat. Änderungen an der Versicherungssumme oder die Kündigung werden ganz einfach telefonisch an einer kostenlosen Hotline erledigt.

Bankkonto

Um in Neuseeland arbeiten gehen zu können, braucht man ein neuseeländisches Konto. Die Konditionen der verschiedenen Banken kann man auf deren Internetseiten vorab gut einsehen, z.B.: Westpac, bnz, ASB, ANZ, Kiwibank. Um ein Konto zu eröffnen muss man einen Termin bei einer Bank vereinbaren, dieser dauert dann etwa eine Stunde in der sich viel Zeit genommen wird um alles zu erklären. Erforderlich für die Kontoeröffnung sind der Reisepass, das Visum, 500$ Startguthaben in bar und der Nachweis einer neuseeländischen Adresse (nicht älter als 7 Tage).
Der Adressnachweis ist gesetzlich vorgeschrieben, auch wenn man als Backpacker dort nach kurzer Zeit wieder auszieht. Wohnt man in einem Hostel, Motel oder Hotel (Geschäftsadresse) ist es unkompliziert, weil die Adresse von den Banken leicht nachgeprüft werden kann. Ist man allerdings privat (Ferienwohnung, Couchsurfing, Freunde) untergebracht reicht ein Schreiben mit der Bestätigung dass man da gerade wohnt meist nicht aus. Es muss zusätzlich die Adresse des Gastgebers verifiziert werden, dazu genügt allerdings die Strom- oder Gasrechnung desjenigen.

Wir versuchten es zunächst bei der bnz, wo wir gleich für den nächsten Morgen einen Termin bekamen. Das günstigste Konto kostet allerdings 5$ pro Monat, das war uns aber zu viel. Hier hätte allerdings das alleinige Schreiben unserer privaten Vermieterin gereicht.
Bei der ANZ hätte die Privatperson außerdem Kundin bei der ANZ sein müssen. Wir wurden von hier direkt zur Westpac verwiesen.
Das größte Problem bei der Westpac war einen Termin zu bekommen. In Auckland CBD sind die Wartezeiten für Backpacker ca. zwei Wochen. In den Randbezirken bekommt man hingegen innerhalb 1-2 Tagen einen Termin. Ruft also vorher in den Filialen an und fahrt lieber mit dem Bus raus – es erspart euch jede Menge Stress und Rennerei.
Wir wurden bei der Westpac in Auckland, Glenfield sehr freundlich bedient. Das komplett elektronische Girokonto ist hier gratis, wenn man auf Kontoauszüge verzichtet. Für das gemeinsame Konto bekam jeder von uns eine Eftpos-Karte (ähnlich der EC-Karte) mit persönlicher PIN und einen eigenen Login für das Onlinebanking. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit genutzt ein Tagesgeldkonto mit 3,5% Zinsen (Stand 11/14) zu eröffnen. Außerdem wurden uns die Bedienung des Onlinebankings sowie auch der Ein- und Auszahlungsautomat erklärt.

Einreise & Biosicherheit

Als Backpacker benötigt man zur Einreise: einen gültigen Reisepass (mindestens noch 3 Monate nach Ausreise gültig), das Working Holiday Visum, Nachweis über Geldmittel in der Höhe von mindestens 4200 NSD (wir hatten einen Kontoauszug dabei) und ein Rück- oder Weiterflugticket bzw. den Nachweis über zusätzliche finanzielle Mittel um sich das Ticket noch kaufen zu können. Soweit die Theorie.
Wir gaben bei der Einreise unsere Pässe ab, die Dame am Schalter sah in ihren Computer und in unsere Gesichter. Sie zückte den Stempel und fertig. Wir mussten weder das Visum, noch die finanziellen Mittel oder ein Rückflugticket nachweisen. Es empfiehlt sich aber trotzdem alle Dokumente dabei zu haben.

Auch in Bezug auf die „biosecurity“ gestaltete sich die Einreise nach Neuseeland einfacher als wir vorher angenommen haben. Auf der Internetseite vom Ministry for Primary Industries ist alles zur Einfuhr genau erklärt und aufgelistet. Einen guten Überblick bietet auch der Flyer „Declare or Dispose“, der vom Ministerium herausgegeben wurde.
Wir haben im Prinzip vorher nur Schuhe geputzt und alles, bei dem wir uns nicht sicher waren gar nicht erst mitgenommen. Auf der „Arrival Card“, die man im Flugzeug vor der Landung oder am Flughafen ausfüllen muss, haben wir dann Dinge wie Bonbons, Kaugummis oder Medikamente angegeben. Also alles eben bei dem wir uns nicht 100%ig sicher waren ob wir das einführen dürfen. Nach der Passkontrolle wurden wir gefragt, was das für Sachen seien. Wir antworteten eben es seien ein paar Bonbons, Kaugummi und „pain killer“. Die Beamtin machte daraufhin eine Notiz auf unserer „arrival card“. Dann mussten wir zum nächsten Beamten, der uns etwas genauer wegen der Bonbons und Kaugummis befragte und sich zudem explizit nach Wanderschuhen und Campingausrüstung erkundigte. Wir bejahten und er machte wieder eine Notiz auf unserem Zettel und schickte uns zu einem von fünf Bändern. Hier wurden wir von einem weiteren Beamten gebeten den Koffer zu öffnen. Er untersuchte unsere Wanderschuhe auf Sauberkeit und fragte nochmals nach zusätzlicher Campingausrüstung. Wir verneinten, nahmen unsere Koffer und gingen zur letzten Station. Dort wurden die Koffer noch durchleuchtet und wir waren entlassen.

Flug

Unseren Flug nach Neuseeland haben wir etwa fünf Monate vor der Reise gebucht. Wir haben über verschiedene Suchmaschinen im Internet gesucht und uns bei einigen Reisebüros Angebote machen lassen. Da wir einen Stopover einlegen wollten, war die Buchung über ein Reisebüro für uns die einfachste Variante.
Angebote gibt es von verschiedenen Airlines, wo entsprechend der Flugroute Zwischenaufenthalte möglich sind, z.B.: Singapore Airlines (Singapur), Emirates (Dubai, Kuala Lumpur, Singapur, Bangkok, Melbourne), British Airways (Singapur, Sydney, London), China Airlines (Taipeh, Sydney), Lufthansa (Tokio), Air New Zealand (Osaka, Shanghai), Etihad Airways (Abu Dhabi, Brisbane), Qantas Airways (Dubai, Brisbane), Malaysia Airlines (Kuala Lumpur), Thai Airways (Bangkok). Die Preise variierten auf der Strecke Frankfurt am Main bis Auckland zwischen 1000€ und 1500€ (Stand 06/14).
Wir haben uns schließlich für China Airlines entschieden, da sie das günstigste Angebot hatten. Wegen der Sicherheit der verschiedenen Airlines müsse man sich laut Reisebüro keine Gedanken machen, sobald sie eine Start- und Landeerlaubnis für Deutschland haben. Sie unterscheiden sich lediglich in Service und Ausstattung. Wir waren, zumindest was den Hinflug angeht, in Bezug auf Service und Sauberkeit mit China Airlines sehr zufrieden.

Freedom Camping/wildes Campen

Eines der heißesten Themen in Neuseeland ist das wilde campen, das heißt hier: Irgendwo stehen bleiben und sein Zelt oder Auto aufstellen um darin zu schlafen.
Prinzipiell ist das laut Gesetz (freedom camping act) erlaubt, leider mit der Einschränkung, dass jeder Council, ja selbst jeder District, eigene Regeln dazu aufstellen kann. Wir stellten im Laufe unserer Reise fest, dass es im eigentlichen Sinne NIRGENDWO uneingeschränkt erlaubt ist. Es wird meist auf (DOC-)Campingplätze oder Holiday Parks verwiesen. Teilweise haben die Councils eigene Campingplätze eingerichtet, die dann auch recht günstig oder sogar gratis sind. In den i-Sites oder DOC-Büros findet ihr Broschüren mit allen DOC-Campingplätzen, die oft günstiger sind als kommerzielle Holiday Parks. Wollt ihr dennoch in der freien Wildbahn übernachten, solltet ihr ein paar Regeln beachten um zumindest der Strafe von 200NZD zu entgehen:

  1. Nicht im Bereich eines NO CAMPING-Schilds stehen. Das schließt Wohnwagen, Autos und Zelte ein. Manchmal wird darin unterschieden, das steht dann aber eineindeutig auf dem Schild. Im Bereich eines Verbotsschildes kassiert ihr ziemlich sicher sofort eine Strafe.
  2. Nicht auf Privatgrund stehen – versteht sich von selbst. 🙂
  3. Keinen Müll hinterlassen. Sammelt alles ein und versenkt es in einem öffentlichen Mülleimer.
  4. Die Natur nicht beschädigen. Lasst alles einfach so wie es wächst.
  5. Wenn irgend möglich stellt euch in die Reichweite einer öffentlichen Toilette.

Die Smartphone-App CamperMate wird vom DOC unterstützt und enthält so gut wie alle Möglichkeiten zum Campen, darunter auch viele Gratisplätze. Ebenso weiß sie wo es Wasser, Duschen und eigentlich alles gibt was man zum (über)leben braucht. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir bei jedem i-Site nach Möglichkeiten des Campens gefragt. Wenn sie keine neuen Informationen hatten, war es teilweise recht amüsant wie sich die verschiedenen Stellen widersprachen. Etwas offener gegenüber dem wilden Campen waren die Mitarbeiter des DOC. Wir haben viele freundliche und naturverbundene Menschen vom DOC getroffen. Sie hatten meistens gute Tipps zu Stellplätzen, die sich teils stark von denen des i-Sites unterschieden.
Wir hatten uns auf folgende Regeln verständigt: Wir campten nicht an Stellen die gut einsehbar waren, an denen ein No Camping-Schild stand, es nur für self-contained Fahrzeuge erlaubt war und wo ein Tor zu einer Weide war und damit eventuell Privatgrund.

IRD/Steuernummer

Um in Neuseeland eine bezahlte Arbeit annehmen zu dürfen, braucht man neben dem Visum noch die Steuernummer, hier IRD. Die beantragt man bei der Post. In jedem PostOffice liegt das Formular „IRD number application – individual“ aus oder man lädt es sich hier herunter. Zusätzlich benötigt man im Original und als Kopie den Reisepass und den internationalen Führerschein. Aus dem internationalen Führerschein benötigt man das Deckblatt, die Seite mit dem Foto und die Seite mit der englischen Übersetzung als Kopie. In Auckland bekommt man Kopien z.B. günstig im TheWarehouse.
Das Ausfüllen des IRD-Formulars war bis auf wenige Ausnahmen selbsterklärend. Gestolpert sind wird über die Fragen 9 und 10, sie werden für Backpacker beide mit „No“ beantwortet. Als Adresse, an die der Bescheid geschickt werden soll, kann entweder die aktuelle neuseeländische oder die internationale Heimatanschrift angegeben werden. Der Versand innerhalb Neuseelands dauert etwa 7-10 Tage. Wir haben uns die Steuernummer an die Heimatadresse schicken lassen, da wir nicht mehr so lang in Auckland bleiben wollten. Nach 4 Wochen ist der Brief bei unseren Eltern angekommen, sie haben ihn dann einfach eingescannt und uns zugemailt.
Das Formular wird am Schalter des PostOffice abgegeben. Die Kopien werden mit den Originalen verglichen und ebenfalls einbehalten.

Mietwagen

Wir hatten selbst keinen Mietwagen. Jedoch wollen wir anhand der Beobachtungen, die wir gemacht haben, einige Tipps zusammentragen. Im Grunde gibt es bei Campern zwei Kategorien: „self-contained“ (mit Selbstversorgung) und „non self-contained“ (ohne Selbstversorgung). Bei Ersteren ist ein Abwassertank für mindestens drei Tage sowie Toilette vorgeschrieben. Das Auto wird dann zertifiziert und bekommt einen entsprechenden Aufkleber. Diese Wagen sind wesentlich privilegierter als „non self-contained“-Camper. Es gibt viele Stellplätze auf denen Camper mit Selbstversorgung gratis stehen dürfen. Meist nur ein paar Tage pro Monat, das reicht aber oft um die Gegend zu erkunden. Man kann dadurch viele Campingplatzgebühren sparen.

Mietwagen gibt es in verschiedenen Größen. Wir beziehen uns hier nur auf solche, in denen man auch schlafen kann. Es werden z.B. Toyota Estima angeboten, die mit Bett und ein paar Verstaumöglichkeiten ausgestattet sind. In denen kann man bequem schlafen, sie sind allerdings nicht „self-contained“. Größere Camper, angefangen bei der Größe eines Toyota Hiace bis hin zum Mercedes-Benz Sprinter, sind meist „self-contained“ – aber eben nicht immer. Gerade scheinbar günstigere Vermieter bieten kleinere Transporter an die nicht zertifiziert sind. Achtet also bei der Buchung eures Mietwagens auf das Zertifikat „self-contained“.

Reiseführer

Bei den Reiseführern hatten wir die Qual der Wahl. Im Globetrotter in Dresden hatten wir die größte Auswahl und haben die vorhandenen Reiseführer durchstöbert. Schließlich sind zwei übrig geblieben: Lonely Planet Reiseführer Neuseeland (02/2013, 26,95€) und DuMont Reise-Handbuch Neuseeland (07/2013, 24,99€). Wir haben uns aufgrund der detaillierteren Informationen für den Lonely Planet entschieden. Kurz vor unserer Reise bekamen wir dann noch überraschend den DuMont geschenkt und nun haben wir auch beide dabei.

Die beiden Reiseführer unterscheiden sich besonders in der Schreibweise und der Art der aufgelisteten Informationen. So werden im Lonely Planet die Informationen recht klar und übersichtlich getrennt nach Städten aufgelistet. Im DuMont dagegen sind einzelne Regionen im Fließtext beschrieben. In Bezug auf konkrete Angaben wie Öffnungszeiten, Telefonnummern, Internetadressen und so weiter ist der Lonely Planet etwas ausführlicher und übersichtlicher. Bei beiden Reiseführern sind Angaben über Preise und Öffnungszeiten teilweise schon überholt. Vom Lonely Planet erscheint eine neue Ausgabe im Januar 2015. In beiden Handbüchern gibt es Kapitel über allgemeine Bereiche wie Reise, Zielland, Kultur und Geschichte. Das ist sehr informativ für die Vorbereitung und auch praktisch während der Reise, wenn man etwas nochmal genauer nachschlagen will. In jedem Buch gibt es eine große Faltkarte über Neuseeland, wobei da die Karte aus dem DuMont besser abschneidet. Die Detailkarten sind in beiden Reiseführern gut gelungen. Unser Resümee ist, dass der DuMont leichter lesbar ist und man den Lonely Planet eher gezielt als Nachschlagewerk nutzen kann. Dabei verschönert der DuMont einiges, wobei der Lonely Planet sehr ehrlich schreibt.

Strom

In Neuseeland ist die Netzspannung wie in Europa 230V bei 50Hz. Lediglich der Stecker unterscheidet sich. Man sollte schon vor der Reise in Europa einen Adapter vom australisch/neuseeländischen (Typ I) auf den europäischen Stecker (Typ C) kaufen. Besonders in Auckland landen viele Touristen die noch einen Stecker brauchen, da sind die Läden schnell leer gekauft. Gerade wenn man mehrere Geräte dabei hat sollte man einen Verteiler einpacken. Da unser Netbookladegerät mit einem Eurostecker ausgerüstet war, bot sich ein kleiner Zweifachverteiler an.

Für die Reise mit dem Auto haben wir uns schon aus Deutschland einen 12V/USB-Adapter mitgenommen, um unsere Handys laden zu können.
Während der Reise bekamen wir Probleme das Netbook und die Kameraakkus aufzuladen. Wer nicht ständig in Hostels oder auf Campingplätzen unterwegs ist, kann sich zusätzlich einen 12V/230V-Transformator kaufen. Hierbei sollte man darauf achten, dass er zum Laden von Notebooks geeignet ist. Wenn auf der Packung „modified sine signal“ steht, sollte man die Finger davon lassen. Wir haben uns für 60 NZ$ einen gekauft, was vielleicht auch noch günstiger geht. Wer Platz im Gepäck hat kann sich so ein Gerät schon in Europa kaufen, dann erspart man sich den Adapter auf dem sonst recht kompakten Kästchen.

Telefonieren

Es gibt verschiedene Prepaid SIM-Karten, z.B.: Skinny, Vodafone, Spark, . Die Tarife pendeln sich derzeit (November 2014) zwischen 16 NZD und 29 NZD ein.
Wir haben uns zuerst für Skinny entschieden, da es dort den günstigsten Tarif gab. Man muss allerdings vorher sein Handy prüfen ob die SIM-Karte kompatibel ist.
Nach einem Monat sind wir zu Spark gewechselt, da unterwegs doch recht wenig freie Internetverbindungen zur Verfügung stehen. Da ist der Tarif zwar etwas teurer, aber man hat pro Tag 1GB Volumen im Wifi einer Spark-Telefonzelle, und die stehen hier in jedem Kuhdorf.
Eine weitere Möglichkeit sind Prepaid Telefonkarten, die sich besonders zum Telefonieren ins Ausland eignen, z.B. Yabba.

Working Holiday Visum

Mit einem Touristenvisum kann man bis zu drei Monate in Neuseeland bleiben. Möchte man länger bleiben und/oder arbeiten braucht man ein anderes Visum.
Für junge Leute bis zum 30. Lebensjahr gibt es die Möglichkeit ein Working Holiday Visum zu beantragen. Dieses ist mit dem Tag der Einreise nach Neuseeland zwölf Monate lang gültig und berechtigt zur Annahme einer bezahlten Arbeit (lt. neuseeländischer Botschaft in Berlin ist auch zum wwoofen ein gültiges Arbeitsvisum notwendig). Nach Beantragung des Visums muss man innerhalb von 12 Monaten einreisen, sonst verfällt es. Allerdings sollte man es auch rechtzeitig vor der Abreise beantragen, denn in Stoßzeiten dauert die Bearbeitung 1-2 Monate.
Zur Beantragung muss man einen Account bei der Einwanderungsbehörde Neuseelands erstellen. Danach gelangt man zum Fragebogen über allgemeine Daten, Beruf, Gesundheitszustand und eventuelle Vorstrafen (natürlich alles in Englisch). Man sollte das sorgfältig ausfüllen und die Formulierungen genau lesen, da man das Visum nur einmal beantragen kann. Zum Abschluss muss man den Antrag mit Kreditkarte bezahlen (ca. 105€, Stand 06/14). Den Betrag bekommt man auch bei negativem Bescheid nicht erstattet. Deshalb vorher genau die Bedingungen für das Visum lesen und vorab prüfen ob man dafür in Frage kommt.
Wir hatten bereits nach ca. zwei Wochen eine E-Mail mit der positiven Entscheidung in unserem Postfach. Über unseren erstellten Account bei der Einwanderungsbehörde konnten wir das Visum dann abrufen und ausdrucken.

Das A-Z für Backpacker beruht auf den Recherchen und Erfahrungen für unsere Neuseelandreise (Stand 04/2015). Wir freuen uns, wenn die Informationen hilfreich sind, übernehmen aber keine Garantie für Vollständigkeit und Aktualität. Hilfreiche Ergänzungen oder Korrekturen könnt ihr uns gern per Kontaktformular schicken.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s