0

Valensonntag

Heute, Valentinstag, oder auch Valensonntag wie René zu sagen pflegt und Doreen auf die Palme bringt, birgt wieder einmal die Frage inne: Was haben wir vor einem Jahr gemacht? Ja, noch können wir eine weitestgehend spektakuläre Antwort ins unserem Reisetagebuch finden. Genau vor einem Jahr waren wir an der West Coast der Südinsel von Neuseeland, genauer in Hokitika. Wir hatten einen echten Festtag, denn wir duschten in einem Hallenbad und machten einen Strandspaziergang nachdem wir „gesunde“ Burger mit „noch gesünderen“ Fish & Chips aßen. Tatsächlich glaubten wir anschließend am Strand Jade gefunden zu haben, bis uns ein in die Jahre gekommener Souvenirverkäufer jegliche Illusionen raubte. Nach einem Kaffee machten wir noch einen großen Vorratseinkauf in einem neuseeländischen Supermarkt, da diese an der West Coast nicht so dicht gesät sind. Auf der Weiterfahrt entstand ein schönes Selfie von uns, was wahrscheinlich seit etwa einem Jahr im Wohnzimmer von Doreens Eltern steht (frisch gewaschene Haare, schön braun und schlank trotz gesundem Burger, … und so). 🙂 Na jedenfalls erinnern wir uns dank der Aufzeichnungen, dass wir an dem Valentinstag 2015 feierlich Possum essen gehen wollten, in einer 2-Einwohner-Stadt namens Pukekura. Doch dort war alles geschlossen und deswegen aßen wir wieder gesund – Chips und tranken Wein aus dem Waipara Valley im Auto (wegen der Sandfliegen) am Lake Ianthe auf einem schrägen DOC-Campingplatz. Der Sonnenuntergang am See war jedenfalls romantischer als der heutige Abend, wenn auch nicht unbedingt gesünder.

Heute war wieder so gewöhnlich wie Silvester. Wir frühstückten ausgiebig mit frisch gepresstem Orangensaft und gekochten Eiern, aber das versuchen wir jeden Sonntag. Und dann lackierten wir, verarbeiteten etwa 1500 Mosaiksteine und nähten hier und klebten dort… So richtig fertig sind wir noch lange nicht mit unserer Wohnung und doch haben wir uns getraut liebe Freunde für Mitte März einzuladen um auf unseren Einzug anzustoßen und Doreens 30iger nachzufeiern. Außerdem erstrahlen im Wohnzimmer Fairtrade Rosen für 2,50 Euro von Lidl und zu Mittag gab es Herz-Nudeln. Ist das der Sinn vom Valentinstag? Für uns bedeuten solche Tage an sich wenig. Nachdem wir nach langjähriger Freundschaft ein Paar geworden sind, haben wir aufgehört uns zu Geburtstagen, an Weihnachten oder sonstigen vorgegebenen Gelegenheiten etwas zu schenken. Und das tut gut, denn so achten wir mehr auf kleine Aufmerksamkeiten im Alltag und gehen einfach mal einen Kaffee trinken. 🙂

Advertisements
2

Verflixt, wie die Zeit vergeht

Vor einem Monat wollten wir euch, schon fast traditionsgemäß, ein neues Jahr wünschen. Aber einfach nur weil man das eben so macht? Nein, weil ein neues Jahr beginnt und damit bei vielen von uns ein gewisser Ansporn, ein neues Ziel oder sonst etwas damit verknüpft ist. Die gute Absicht…. 🙂 Wir haben Silvester zwar nicht verpennt, aber vor lauter Kisten ausräumen fast verpasst. Noch schnell kurz vor Mitternacht an den Sekt gedacht, den Korken knallen lassen, etwas wehmütig an das Silvester vor einem Jahr gedacht und dann ging eigentlich alles weiter wie zuvor.

Zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel sind wir in unsere erste gemeinsame Wohnung in Landshut gezogen und seitdem leben wir das erste Mal einen ganz gewöhnlichen Alltag zu Zweit. Nur, dass wir nach fünf Wochen immer noch viele Kisten hier stehen haben und nicht wissen was wir einmal mit dem Platz anstellen sollen, wenn sie weg sind. Wieso dauert das denn so lange? Zum einen dauert es seine Zeit, weil wir einige Möbel selbst bauen, zusätzlich misten wir unsere Sachen noch aus und dann findet ja auch das Leben außerhalb der Wohnung statt. Neben der Arbeit und dem Studium, versuchen wir auch nach und nach unsere neue Wahlheimat zu erkunden und haben hier auch schon den ersten Besuch empfangen. Letzte Woche war Doreen in Österreich und hat dort viele gute Gespräche mit Freundinnen führen können.

Wir haben wahnsinnig viele Ideen – kreativer Art, aber auch wie wir unsere Erfahrungen und Befindlichkeiten unserer Neuseelandreise in unseren Alltag integrieren können. Manchmal stellen wir uns die Frage, ob wir vielleicht doch nochmal gehen müssen. Ihr übriges tun Bücher in der Art von John Streleckys „Das Café am Rande der Welt“, in dem es um den Sinn des Lebens, um unseren Zweck der Existenz und in anderen Büchern auch um die „Big Five For Life“ geht. So philosophieren wir viel, überlegen wie wir einen Sommerurlaub ohne „all inclusive“ planen und neben der Wohnung auch den Blog neu gestalten können. Ideen sind wie immer herzlich willkommen. 🙂

Das war es erst mal mit unseren Neujahrsgrüßen Anfang Februar, ja, als Neujahrsgrüße kann das hier auch verstanden werden. Wir wünschen euch natürlich Gesundheit und alles Gute bei euren Vorhaben, egal ob ihr sie euch am Jahresanfang vorgenommen habt oder im Februar…