Northland – Zwischen Kauri-Bäumen und Traumstränden

Für Neuseeländer ist das Northland eine geballte Faust, die den Stinkefinger zum „Erzfeind“ Australien ausstreckt. 😉 Für uns war es schlicht die erste Etappe unserer Reise.

Wir haben nun 15 Tage Northland hinter uns und machen gerade für eine Nacht einen Zwischenstopp in Auckland bei Gilian. Das Wetter war durchwachsen, von Nieselregen über Nebel, Sonnenschein und Wind war alles dabei. Für uns Greenhorn-Camper eine neue Erfahrung, bei Sonnenschein ist es recht einfach – bei Regen etwas herausfordernder! Viele Nächte in der Natur und Stopp an noch mehr wunderschönen Orten entlang des Twin Coast Discovery Highway – wir versuchen einen kleinen Abriss der wichtigsten Highlights:

Von Auckland ging es an der Westküste Richtung Norden: Erster Stopp war an der Basstölpelkolonie des Muriwai Beach, weiter ging es zum Kaipara Harbour, an dem wir auch unsere erste Nacht im Auto verbracht haben. Danach fuhren wir weiter über Matakohe und Dargaville. Ganz in der Nähe konnte man mit dem Auto direkt auf den Baylys Beach fahren, was von den Einheimischen gern genutzt wurde. Bei Ebbe fuhren auch wir ein Stück und Doreen konnte ein Bad in der Tasmansee nehmen (René war es zu kalt). Vorbei an den Kai Iwi Lakes (dort hat sich René kurz, wirklich sehr kurz, gewaschen) machten wir einen Stopp im Trounson Kauri Park und im Waipua Forest bei den gigantischen Kauri Baumriesen, die einfach so unbeschreiblich mächtig und teilweise über 2000 Jahre alt sind. Weiter fuhren wir nach Opononi, über Rawene (hier setzten wir mit der Fähre nach Kohukohu über) bis Ahipara, wo der Ninety Mile Beach anfängt. Der ist zwar nur 90km lang, aber zur Namensänderung fehlte den Siedlern wohl die letzte Konsequenz.

Ab Kaitaia beginnt der „Stinkefinger“ des Northland und hier endet die Zivilisation. Hier ist der letzte Supermarkt und von nun an kommen nur Farmen und kleine Ortschaften. Wir fuhren direkt hoch bis Cape Reinga, dem beinahe nördlichsten Punkt der Nordinsel mit dem berühmten Leuchtturm. Die eigentliche Nordspitze des Festlands ist das North Cape, was man nur zu Fuß erreichen kann. Wir genossen die herrlichen Ausblicke ins Hügelland. Auf dem Rückweg fuhren wir immer wieder an einsame Strandbuchten und besuchten die riesigen Sanddünen in Te Paki und machten eine kleine Wanderung an der Küste.

Nach einem weiteren Besuch in Kaitaia begann unsere Reise an der Ostküste entlang Richtung Süden. Eine schönere Bucht folgt der nächsten, zum Beispiel: Maitai Bay und Cable Bay. Der Aufstieg auf den St. Paul’s Rock in Whangaroa brachte uns einen wunderschönen Ausblick. In Kerikeri besichtigten wir Neuseelands ältestes Stein- und Holzhaus und in Waitangi tauchten wir in die Gründungsgeschichte des Staates Neuseeland ein. Einen 3-tägigen Stopp machten wir in der Bay of Islands, genauer in Paihia, und nutzten einen Tag davon für eine Segeltour bei der wir sogar Delfine sehen konnten. Nach einem Abstecher zur Hundertwasser Toilette in Kawakawa folgten wir wieder den Schotterstraßen parallel zur Küste. Besonders toll sind die Elliot Bay, unser absoluter Favorit, und eine ganz einsame Strandbucht südlich von Mangawhai. Zum Schluss ging es an ein paar touristische Hot Spots: Die Sheep World in Warkworth, wo wir eine Hütehund- und Schafschervorführung besuchten. Eine Cheese Farm im böhmischen Dorf Puhoi, hier belohnten wir uns mit richtig gutem Käse. Der ist hier nämlich, trotz der vielen Kühe, eher mäßig. Der letzte Stopp war der Strand von Orewa nördlich von Auckland.

Kurzum, damit es nicht zu trocken wird, schaut euch einfach die Fotos an! 🙂 Achso, apropos trocken – wenn ihr Lust habt, trinkt mal einen Glühwein und/oder Punsch auf uns, sowas gibt es hier nicht!

Einen schönen Nikolaustag wünschen wir euch wieder aus Auckland!

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3 Gedanken zu “Northland – Zwischen Kauri-Bäumen und Traumstränden

  1. Wow, was für eine gigantische Landschaft. Und Ihr Zwehe erlebt das Alles live. Beneidenswert. 😉 Ihr habt auch eindeutig das bessere Wetter. Hier ist es kalt, naß und grau. Ich wünsch Euch weiterhin solche tollen Erlebnisse. Liebe Grüße Tine

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  2. Auf Weihnachten kann ich auch verzichten (Hauptsache Geschenke kommen an), hier ist kein Schnee und Plusgrade und Regen und Wind… und bis vorgestern war ich auf längerer Dienstreise in Tschechien. Heute – am 3. Advent – habe ich endlich den Kranz aus dem Karton geholt. Für euch stelle ich zusätzlich eine Kerze in die Mitte! Macht euch eine schöne Zeit! Denn: Weihnachten ist jedes Jahr, eure Erlebnisreise aber EINMALIG!!! Liebe Grüße vom Paten(t)onkel Tom und Sohn Robin an euch

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