2

Frohes Jahr 2015

Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr sowie alles Gute, viel Gesundheit und Glück für 2015!

Alles Liebe
Doreen & René

Advertisements
0

Mit der Sonne an der Bay of Plenty

Von Coromandel fuhren wir an die Küste der Bay of Plenty und nun endlich der Sonne entgegen. Hier verbrachten wir schöne Sonnenstunden, „feierten“ Weihnachten und ließen die Seelen baumeln.

Unser erster Halt führte uns nach Tauranga in den Fergusson Park, hier kamen wir in den Genuss von kostenlosen, öffentlichen Warmwasserduschen. Das Wetter war mittlerweile ganz auf unserer Seite und deswegen fuhren wir gleich weiter an die Küste nach Mount Maunganui. Ein beliebter Ferienort der sich auf einer Landzunge bis an den Fuß des erloschenen Vulkans Mt. Maunganui erstreckt und von den Einheimischen lässig „The Mount“ genannt wird. Wir bestiegen den Berg und hatten eine grandiose Aussicht auf die Stadt, den Hafen und den Beginn des ewig langen Sandstrandes der Bay of Plenty. Den Abend ließen wir im gediegenen Zentrum von Tauranga ausklingen und fuhren dann weiter nach Papamoa, wo wir die Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen frühstückten wir am Papamoa Beach und fuhren anschließend ins Hinterland in den McLaren Falls Park. Hier genossen wir die Ruhe des Parks und die Zeit am See. Am Abend übernachteten wir nochmal am selben Schlafplatz in Papamoa, bevor wir weiter Richtung Osten an der Pazifikküste entlang fuhren. Der Besuch der Kiwi360 Farm in Te Puke entpuppte sich als kommerzielle Touristenfalle. Also waren wir schon mittags am DOC-Campingplatz in Matata, wo wir nun die folgenden drei Nächte verbrachten. Diesen Platz haben wir uns ausgesucht, da er als einer der wenigen DOC-Campingplätze heiße Duschen bietet.
Am Nachmittag des 23. Dezembers nutzten wir ausgiebig den angrenzenden Sandstrand, relaxten und sammelten erste Erfahrungen mit dem Bodyboard. Heiligabend machten wir einen Ausflug in die belebte Stadt Whakatane. Nach einem kurzen Rundgang erlosch die Begeisterung für das Gewimmel und wir fuhren weiter nach Ohope. Dieser ruhige Ort liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen Pazifik und Ohiwa Harbour. Wir bauten unsere Sitzecke an einem netten Platz auf, aßen Schokokuchen und tranken Kaffee in der Dezembersonne. Zurück auf dem Campingplatz gab es zur Feier des Tages Fleisch zum Abendessen und eine Flasche Rotwein am Strand bei Sonnenuntergang. Am ersten Weihnachtsfeiertag fuhren wir noch vor dem Frühstück nach Whakatane um zu Hause anzurufen. Bei der Gelegenheit haben wir dem örtlichen Waschsalon einen weihnachtlichen Besuch abgestattet. Den Rest des Tages nutzen wir auf dem Campingplatz und am Strand um unsere Seelen baumeln zu lassen. Am nächsten Tag verließen wir die Küste für die nächsten Tage in Richtung Zentralplateu.

3

Frohe Weihnachten

Hallo ihr Lieben,

wir wünschen euch aus Neuseeland ein frohes Weihnachtsfest und entspannte Feiertage im Kreise eurer Familien!

Viele liebe Grüße
Doreen & René

2

Coromandel, das Wetter und Wir

Nachdem wir das Northland abgeschlossen hatten, meldeten wir uns wie versprochen bei Gillian in Auckland. Dort schlugen wir mit einer Flasche Wein auf und hatten einen netten Abend. Zum Dank lud sie uns auf eine Nacht in ihrer Ferienwohnung ein. Thank you very much, Gillian! Am darauffolgenden Tag machten wir in Auckland einen kleinen Bummel durch die Queen Street und die letzten Besorgungen für unsere Weiterreise. Am späten Nachmittag brachen wir Richtung Coromandel Peninsula auf.

Eine kurze Pause legten wir schon in der Mission Bay, einem geschäftigen Stadtstrand Aucklands, ein und lasen die Reiseführer unseres nächsten Ziels. Es dauerte eine Zeit lang sich aus Auckland und den angrenzenden Bezirken herauszufinden, so dass wir schon in Beachlands übernachteten. Am nächsten Tag fuhren wir auf dem Pacific Coast Highway nach Thames. Unterwegs hielten wir in Kopu um die alte, einspurige Drehbrücke „Old Kopu-Bridge“ zu sehen, die bis 2011 die kürzeste Verbindung zwischen Auckland und der Coromandel Halbinsel war. In Thames aßen wir Mittag und fuhren anschließend weiter zum i-Site im Kauaeranga Valley.
Kurz vor Dienstschluss informierte uns die Mitarbeiterin noch über die Wanderung zu den Pinnacles (759m). Die Wetterprognose von ihr, soviel vorweg, war wenig zutreffend. Der Einfachheit halber schliefen wir auf dem angrenzenden DOC-Campingplatz (mit den üblichen Plumpsklos, ohne Duschen, mit Wasser aus dem Fluss). Am nächsten Morgen schauten wir hoffnungsvoll in den Himmel und entschlossen uns trotz der tief hängenden Wolken die Wanderung anzutreten. Am gestrigen Tag wurde die Zufahrtsstraße zum letzten Parkplatz wegen eines Erdrutsches gesperrt, so dass zu der eigentlich achtstündigen Wanderung noch knapp drei Stunden Fußmarsch hinzukamen. Es ging über viele Stufen und ein paar Hängebrücken durch dichten Wald und auf einer Kammhöhe bis zur DOC-Hütte. Hier einigten wir uns nach langer Diskussion doch auf den Gipfel zu steigen. Die Kraxeleien über Steigeisen und Leitern entschädigten den diffusen Ausblick (siehe Foto). Für den Abstieg von der Hütte entschieden wir uns für eine etwas anspruchsvollere Route. Nach elf Stunden erreichten wir erschöpft das Auto. Die Entscheidung, denselben Campingplatz noch einmal zu nutzen, trafen wir einstimmig und schnell.
Von Thames fuhren wir an der Westküste mit einsamen Buchten und blühenden Pohutukawa-Bäumen nach Coromandel Town. Nach einer Nacht wild campen badeten wir am Waiau Fall. René wäre hier fast das Frühstück eines riesigen Wels geworden, der unbedingt von seiner großen Zehe kosten musste. Nach dem Schreck ging es sauber aber traumatisiert über Colville die Port Jackson Road entlang. 😉 Diese berüchtigte Straße ist für einige Mietwagen gesperrt, weil sie so schmal und steil ist. Am DOC-Campingplatz Fletcher Bay schliefen wir um am nächsten Tag den Coromandel Coastal Walkway zu gehen. Auch hier war die Wettervorhersage aus dem i-Site wenig zutreffend. Es regnete bereits in der Nacht und hörte tagsüber so schnell nicht auf. Wir fuhren also wieder zurück nach Colville, tranken hier einen Kaffee, und entschlossen uns in Waikawau zu schlafen. Hier verbrachten wir einen zumindest trockenen Nachmittag am Strand. Tags darauf fuhren wir an der Ostküste nach Norden bis zur Stony Bay. Von dort aus gingen wir den 20km langen Coromandel Coastal Walkway bei größtenteils trockenen Verhältnissen. Auch hier hatten wir leider von der versprochenen Aussicht wenig.
Die folgende Nacht verbrachten wir wieder in Waikawau. Schon am Abend wurde das Wetter immer schlechter. Der Regen wurde stärker und starke Böen zerrten an unserer Brunni. Das sollte nun die nächsten vier Tage so bleiben, es handelte sich um einen Ausläufer eines Zyklons. Wir bauten schnell das Bett zusammen und fuhren nach Cooks Beach wo wir uns einen Bungalow mieteten. Die Lücken im Sturmtief nutzten wir für einen Spaziergang im Ort und einer Fährfahrt nach Whitianga. Die restliche Zeit verbrachten wir im trockenen und warmen Bungalow. Am ersten komplett trockenen Tag waren wir am Hot Water Beach, wo wir beim Graben am Strand wegen der hohen Wellen nicht auf heißen Quellen stießen. An diesem Tag gab es am gesamten Strandabschnitt lediglich eine Stelle in der Brandung an der man mit den Füßen auf das heiße Wasser stoßen konnte. Die Quellen sind hier 50-60°C heiß, was wir gut spüren konnten. Auf dem Rückweg hielten wir noch am Hahei Beach und gingen spazieren.
Tags darauf zogen wir aus unserem lieb gewonnen Bungalow aus und fuhren nach Cathedral Cove. Ein kurzer Wanderweg führte an zwei wunderschöne Buchten, die durch ein riesiges Loch im Felsen miteinander verbunden sind. Hier machten wir viele Fotos und badeten in den hohen Wellen. Da das Wetter auf unserer Seite war, fuhren wir noch einmal nach Norden um einige der versäumten Aussichten der Woche zuvor nachzuholen. Wir stoppten am Otama Beach und an der Opito Bay, zwei herrliche Strände in die wir uns gleich verliebten. Dann ging es weiter zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Coromandel Town. Zum Abschluss badeten wir noch in der einsamen Kennedy Bay, deren Einfahrt wir nur mit Hilfe des GPS gefunden haben. Die Nacht verbrachten wir am bewährten Platz in Coromandel Town.
Der letzte Tag auf Coromandel brachte uns noch einmal dicke Wolken. Wir fuhren über die legendäre 309° Road wieder an die Ostküste der Halbinsel und über Tairua nach Opoutere. Der Strand hier ist ein echter Geheimtipp. Der nächste Halt galt dem belebten Badeort Whangamata, wo wir bei leichtem Regen durch verschiedene Geschäfte bummelten. Unser nächster Besuch galt der Stadt Waihi, die durch ein riesiges Loch im Stadtzentrum gezeichnet ist. Aus dieser 250m tiefen Grube wird immer noch Gold gefördert, ist das nicht mehr rentabel soll hier ein See entstehen. Wir gingen den Rundweg um die Martha Mine und entschlossen uns dann in die Karangahake Gorge zu fahren, um dort auf einem DOC-Campingplatz zu schlafen. Unsere letzte Nacht auf Coromandel verbrachten wir „natürlich“ im Regen. Beim Frühstück in Waihi Beach an der Anzac Bay riss der Himmel auf und die Sonne schien für die nächsten Tage.

3

Northland – Zwischen Kauri-Bäumen und Traumstränden

Für Neuseeländer ist das Northland eine geballte Faust, die den Stinkefinger zum „Erzfeind“ Australien ausstreckt. 😉 Für uns war es schlicht die erste Etappe unserer Reise.

Wir haben nun 15 Tage Northland hinter uns und machen gerade für eine Nacht einen Zwischenstopp in Auckland bei Gilian. Das Wetter war durchwachsen, von Nieselregen über Nebel, Sonnenschein und Wind war alles dabei. Für uns Greenhorn-Camper eine neue Erfahrung, bei Sonnenschein ist es recht einfach – bei Regen etwas herausfordernder! Viele Nächte in der Natur und Stopp an noch mehr wunderschönen Orten entlang des Twin Coast Discovery Highway – wir versuchen einen kleinen Abriss der wichtigsten Highlights:

Von Auckland ging es an der Westküste Richtung Norden: Erster Stopp war an der Basstölpelkolonie des Muriwai Beach, weiter ging es zum Kaipara Harbour, an dem wir auch unsere erste Nacht im Auto verbracht haben. Danach fuhren wir weiter über Matakohe und Dargaville. Ganz in der Nähe konnte man mit dem Auto direkt auf den Baylys Beach fahren, was von den Einheimischen gern genutzt wurde. Bei Ebbe fuhren auch wir ein Stück und Doreen konnte ein Bad in der Tasmansee nehmen (René war es zu kalt). Vorbei an den Kai Iwi Lakes (dort hat sich René kurz, wirklich sehr kurz, gewaschen) machten wir einen Stopp im Trounson Kauri Park und im Waipua Forest bei den gigantischen Kauri Baumriesen, die einfach so unbeschreiblich mächtig und teilweise über 2000 Jahre alt sind. Weiter fuhren wir nach Opononi, über Rawene (hier setzten wir mit der Fähre nach Kohukohu über) bis Ahipara, wo der Ninety Mile Beach anfängt. Der ist zwar nur 90km lang, aber zur Namensänderung fehlte den Siedlern wohl die letzte Konsequenz.

Ab Kaitaia beginnt der „Stinkefinger“ des Northland und hier endet die Zivilisation. Hier ist der letzte Supermarkt und von nun an kommen nur Farmen und kleine Ortschaften. Wir fuhren direkt hoch bis Cape Reinga, dem beinahe nördlichsten Punkt der Nordinsel mit dem berühmten Leuchtturm. Die eigentliche Nordspitze des Festlands ist das North Cape, was man nur zu Fuß erreichen kann. Wir genossen die herrlichen Ausblicke ins Hügelland. Auf dem Rückweg fuhren wir immer wieder an einsame Strandbuchten und besuchten die riesigen Sanddünen in Te Paki und machten eine kleine Wanderung an der Küste.

Nach einem weiteren Besuch in Kaitaia begann unsere Reise an der Ostküste entlang Richtung Süden. Eine schönere Bucht folgt der nächsten, zum Beispiel: Maitai Bay und Cable Bay. Der Aufstieg auf den St. Paul’s Rock in Whangaroa brachte uns einen wunderschönen Ausblick. In Kerikeri besichtigten wir Neuseelands ältestes Stein- und Holzhaus und in Waitangi tauchten wir in die Gründungsgeschichte des Staates Neuseeland ein. Einen 3-tägigen Stopp machten wir in der Bay of Islands, genauer in Paihia, und nutzten einen Tag davon für eine Segeltour bei der wir sogar Delfine sehen konnten. Nach einem Abstecher zur Hundertwasser Toilette in Kawakawa folgten wir wieder den Schotterstraßen parallel zur Küste. Besonders toll sind die Elliot Bay, unser absoluter Favorit, und eine ganz einsame Strandbucht südlich von Mangawhai. Zum Schluss ging es an ein paar touristische Hot Spots: Die Sheep World in Warkworth, wo wir eine Hütehund- und Schafschervorführung besuchten. Eine Cheese Farm im böhmischen Dorf Puhoi, hier belohnten wir uns mit richtig gutem Käse. Der ist hier nämlich, trotz der vielen Kühe, eher mäßig. Der letzte Stopp war der Strand von Orewa nördlich von Auckland.

Kurzum, damit es nicht zu trocken wird, schaut euch einfach die Fotos an! 🙂 Achso, apropos trocken – wenn ihr Lust habt, trinkt mal einen Glühwein und/oder Punsch auf uns, sowas gibt es hier nicht!

Einen schönen Nikolaustag wünschen wir euch wieder aus Auckland!