Start in Auckland

Wir sind nun seit 8 Tagen in Auckland und finden, es ist Zeit uns vom anderen Ende der Welt wieder zu melden. In der letzten Woche sind wir von tausenden Eindrücken überschlagen worden. Die Zeit war schön, stressig, interessant, manchmal erholsam aber vor allem zu kurz. Wir mussten nun von unserer gemütlichen Ferienwohnung in Parnell ausziehen und sind nun im Stadtteil Glenfield auf einem Campingplatz untergekommen. Hier sind wir ab heute noch für drei Nächte in einem kleinen Schlafcontainer um die letzten Vorbereitungen zu treffen.

Auckland ist eine Großstadt – etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung wohnt hier. Dazu kommen noch Touristen und hunderte Backpacker. Also hat uns eine hektische, teure und teilweise auch unfreundliche Stadt empfangen. Großstadt bleibt also Großstadt, egal auf welchem Kontinent. Das war unsere erste Lektion.

Ursprünglich haben wir hier nur 7 Nächte eingeplant, um alle Vorbereitungen zu treffen. Dazu gehörten: eine SIM-Karte besorgen (wer die Nummer für WhatsApp möchte bitte eine Mail schreiben), eine Steuernummer beantragen, ein Bankkonto eröffnen und ein Auto kaufen. Da die Stadt allerdings überfüllt ist und es auch hier einige zum Teil unsinnige bürokratische Hürden gibt, hat das alles etwas länger gedauert und auch ein paar Nerven gekostet. So also die zweite Lektion – von Anfang an gleich zwei Wochen Auckland einplanen.

Aber das Wichtigste ist: Heute haben wir unsere Brunhilde, einen orange-farbenen Honda CR-V, gekauft. Sie hat etwa 230.500 km auf dem Buckel und wir haben sie von einer sehr netten neuseeländischen Familie abgekauft. Das Schwierige war, dass auf die Anfragen verschiedener online Portale fast keine potentiellen Verkäufer geantwortet haben und somit die Auswahl sehr gering war.

Zwischendurch haben wir Auckland viel zu Fuß und teilweise mit dem Bus erkundet. Der Hafen hat es besonders Doreen angetan, vom Sky Tower (höchstes Gebäude der Südhalbkugel) hatten wir eine grandiose Aussicht. Wir sind außerdem durch viele Parks geschlendert und es gab tolle Walkways, zum Beispiel am Hobson Bay. Aufgefallen ist uns, dass es wenig Hunde gibt. Einen ganz entzückenden haben wir aber kennengelernt – Georgie, den Hund unserer Vermieterin Gillian. Sie hat uns in vielen Angelegenheiten unterstützt und Georgie hat uns auf dem einen oder anderen Spaziergang begleitet.

Unsere dritte Lektion ist der Linksverkehr. 🙂 René kennt ihn zum Glück schon von England und hat Brunni zunächst sicher hin und her gefahren. Allerdings beachte man den Linksverkehr auch unter Fußgängern auf dem Fußweg, auf Rolltreppen und so weiter… Puh. Gerade wenn sich ein paar Chinesen aus Gewohnheit mal wieder nicht dran halten, wechselt man selbst verwirrt die Seiten hin und her. Eine gelungene Abwechslung sind da die Fußgängerampeln, die lustig quiekend auf die grüne Farbe aufmerksam machen.

Das Wetter war bis jetzt typisch neuseeländisch – nämlich durchwachsen. Viel Wind, immer wieder Regen und zwischendurch Sonne. Zwei volle Sonnentage waren dabei, aber auch da war es eher stürmisch.

Die nächsten zwei Tage werden wir nutzen um die letzten Wege zu erledigen und um bei Brunni eine Art Bett hinein zu bauen. Samstag geht es dann Richtung Northland – raus aus der Stadt und hinein in die Natur. Wir freuen uns schon! Lasst etwas von euch hören – Fotos stellen wir rein, wenn wir ein Wifi-Netz haben. See you!

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5 Gedanken zu “Start in Auckland

  1. Schön daß Ihr Euch wieder meldet. Man denkt nicht, welch umfangreiche Vorbereitungen notwendig sind. Ich hoffe, diese haben Euch nicht zu viel Zeit und Nerven geraubt und die letzten Erledigungen könnt Ihr auch noch erfolgreich hinter Euch bringen. Viele Erfahrungen habt Ihr schon gemacht und bereits unzählige Eindrücke gewonnen.
    Dann seid nett zu Brunni. Hoffe, die alte Dame ist noch fit. Guten Start in die Natur, viel Spaß bei der Reise, interessante Erlebnisse und Entdeckungen!

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  2. Es ist wirklich toll, euren Reisebericht zu lesen. Da kommen schöne Erinnerungen von unserem Neuseeland-Urlaub hoch. 😉
    Ich bin auf die folgenden Einträge gespannt. Muss ja noch was aufholen!

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